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Rechengrößen 2010 in der Sozialversicherung - wichtige Kennzahlen

gültig ab 01.01.2010 monatlich jährlich
Beitragsbemessungsgrenzen    
Kranken- und Pflegeversicherung (bundesweit) 3.750,00 € 45.000,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung    
West 5.500,00 € 66.000,00 €
Ost 4.650,00 € 55.800,00 €
JAE*-Grenze/Versicherungspflichtgrenze    
allgemein, Kranken- und Pflegeversicherung, bundesweit 4.162,50 € 49,950,00 €
für Arbeitnehmer, die am 31.12.2002 in der PKV versichert waren, Kranken- und Pflegeversicherung, bundesweit 3.750,00 € 45.000,00 €
Geringverdienergrenze bis zu der Arbeitgeber den Sozialversicherungsbeitrag für Auszubildende allein tragen 325,00 €  
Entgeltgrenze für geringfügig Beschäftigte 400,00 €  
 
Sachbezugswerte täglich (1/30) monatlich
freie Verpflegung und Unterkunft 13,97 € 419,00 €
freie Verpflegung, davon 7,17 € 215,00 €
Frühstück 1,57 € 47,00 €
Mittagessen 2,80 € 84,00 €
Abendessen 2,80 € 84,00 €
freie Unterkunft 6,80 € 204,00 €
 
Beitragssätze für versicherungspflichtige Mitglieder  
Krankenversicherung    
allgemein 14,9 % (7 % der Arbeitgeber, 7,9 % der Arbeitnehmer)
ermäßigt 14,3 % (6,7 % der Arbeitgeber, 7,6 % der Arbeitnehmer)
Pflegeversicherung 1,95 % (Arbeitgeber und -nehmer je zur Hälfte)
  2,2 % (den Zuschlag von 0,25 % trägt der Arbeitnehmer)
Rentenversicherung 19,9 % (Arbeitgeber und -nehmer je zur Hälfte)
Arbeitslosenversicherung 2,8 % (Arbeitgeber und -nehmer je zur Hälfte)
Insolvenzgeldumlage 0,41 %  

Die Beitragssätze in der Sozialversicherung sind unverändert im Vergleich zu 2009.

Die Beitragsbemessungsgrenzen haben sich in allen Versicherungszweigen erhöht wie folgt:
 

Wert in 2009

Wert in 2010

KV + PV 3.675,00 € pro Monat 3.750,00 € pro Monat
  44.100,00 € pro Jahr 45.000,00 € pro Jahr
RV + AV (alte Bundesländer) 5.400,00 € Pro Monat 5.500,00 € pro Monat
  64.800,00 € pro Jahr 66.000,00 € pro Jahr
RV + AV (neue Bundesländer) 4.550,00 € pro Monat 4.650,00 € pro Monat
  54.600,00 € pro Jahr 55.800,00 € pro Jahr

Zu den Sachbezugswerten:

Der Gesamtwert für freie Verpflegung und Unterkunft hat sich insgesamt um 5,00 € erhöht. Der Monatswert für Frühstück ist von 46,00 € auf 47,00 € gestiegen und die Werte bei Mittagessen und Abendessen jeweils von 82,00 € auf 84,00 €.

Der Wert für freie Wohnung ist unverändert zu 2009 und beträgt demnach für die normale Ausstattung 3,55 €/qm und für die einfache Ausstattung 2,88 €/qm.

Versicherungspflicht

Bis zur Jahresarbeitsentgeltgrenze ist man versicherungspflichtig. Nach Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze ist man versicherungsfrei. Dies muss nicht nur zu Beginn einer Beschäftigung zu prüfen, sondern auch bei jeder Änderung des Arbeitsentgelts und zum Jahreswechsel. Die Versicherungspflicht in der Beschäftigung endet nur dann, wenn das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt bereits in den drei letzten Kalenderjahren die JAE-Grenze überstiegen hat. Vorausschauend muss das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt die JAE-Grenze für das laufende Jahre - Jahr 2010 - ebenfalles übersteigen. Liegt das voraussichtliche Jahresarbeitsentgelt unter der JAE-Grenze, besteht Versicherungspflicht und die Prüfung der letzten drei Kalenderjahre erübrigt sich.

Zum Jahresbeginn 2010 sind die Kalenderjahre 2009, 2008 und 2007 maßgebend. Stellt man also fest, dass das voraussichtliche Jahresarbeitsentgelt die JAE-Grenze überschreiten wird und in den letzten drei Kalenderjahren überschritten wurde, scheidet der Arbeitnehmer zum 31.12.2009 aus der Krankenversicherungspflicht aus. Wurde die JAE-Grenze nicht in allen drei Kalenderjahren überschritten, so besteht weiterhin Krankenversicherungspflicht.

Für das Jahr 2010 gelten folgende Werte:

Kalenderjahr 2010 2009 2008 2007
Allgemeine JAE-Grenze 49.950,00 € 48.600,00 € 48.150,00 € 47.700,00 €
Besondere JAE-Grenze ** 45.000,00 € 44.100,00 € 43.200,00 € 42.750,00 €

 

Gleitzonenregelung

(Arbeitsentgelt 400,01 € bis 800,00 €)

In der Gleitzone besteht Versicherungspflicht zu allen Sozialversicherungszweigen. Zur Abfederung der Beitragsbelastung des Arbeitnehmers wirt der Gesamtbeitrag aber nicht vom tatsächlichen Arbeitsentgelt berechnet, sondern von einem geringeren Entgelt, dem sogenannten Bemessungsentgelt. Die Gleitzonenregelung gilt nicht für Auszubildende.

Die Formel zur Berechnung für das Bemessungsentgelt im Jahr 2010 lautet:
 1,2415 x tatsächliches Arbeitsentgelt - 193,20 € = Bemessungsentgelt (gerundet)

Renten- und Arbeitslosenversicherung

Für die Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und -nehmer gilt in der Renten- und Arbeitslosenversicherung:

Bemessungsentgelt x 1/2 Beitragssatz tatsächliches Arbeitsentgelt x 1/2 Beitragssatz
= 1/2 Beitrag (gerundet) x 2 = Arbeitgeberanteil (gerundet)
= Gesamtbeitrag  
Gesamtbeitrag - Arbeitgeberanteil
= Arbeitnehmeranteil

Krankenversicherung

Die Arbeitnehmer tragen den im einheitlichen Beitragssatz enthaltenen Sonderzuschlag von 0,9 %-Punkten allein. Den Rest tragen Arbeitgeber und -nehmer je zur Hälfe:

(Beitragssatz - 0,9 %) :2 =1/2 Beitragssatz

Bemessungsentgelt x 1/2 Beitragssatz tatsächliches Arbeitsentgelt * 1/2 Beitragssatz
= 1/2 Beitrag (gerundet) = Arbeitgeberanteil (gerundet)
+ Bemessungsentgelt x (1/2 Beitragssatz + 0,9 %)  
= Gesamtbeitrag (gerundet)  
Gesamtbeitrag - Arbeitgeberanteil
= Arbeitnehmeranteil

Pflegeversicherung

In der Pflegeversicherung müssen Arbeitnehmer den gegebenenfalls anfallenden Beitragszuschlag für Kinderlose von 0,25 allein tragen. Der Zuschlag berechnet sich aus dem Bemessungsentgelt:

Bemessungsentgelt * 1/2 Beitragssatz tatsächliches Arbeitentgelt x 1/2 Beitragssatz
= 1/2 Beitrag (gerundet) = Arbeitgeberanteil (gerundet)
+ Bemessungsentgelt x (1/2 Beitragssatz + 0,25 %)  
=Gesamtbeitrag (gerundet)  
Gesamtbeitrag- Arbeitgeberanteil
= Arbeitnehmeranteil

Hinweis für DV-Anwender: Der Faktor "F" für 2010 beträgt 0,7585

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* JAE = Jahresarbeitsentgeltgrenze

** Für am 31.12.2002 privat versicherte Personen gilt die besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze.

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