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GWG-Regelung ab 2010

GWG (Geringwertige Wirtschaftsgüter) sind abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind. Sie können im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage des Wirtschaftsguts oder der Eröffnung des Betriebs in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt werden, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag oder ein an deren Stelle tretender Wert für das einzelne Wirtschaftsgut
> 410,00 EUR [bis 31.12.2007]
> 150,00 EUR [ab 01.01.2008]
nicht übersteigen.

Bei Wirtschaftsgütern, die den Wert von 150,00 EUR, nicht aber den Wert von 1.000,00 EUR übersteigen, ist im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung usw. ein Sammelposten zu bilden, welcher im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahr mit jeweils einem Fünftel (d. h. mit 20 %) gewinnmindernd aufzulösen ist. Bei Ausscheiden eines Gegenstandes wird der Sammelposten nicht vermindert [ab 01.01.2008].

AB 01.01.2010: Es besteht ein Wahlrecht für GWGs.

Entweder es wird die Altregelung bis zum 31.12.2007 angewandt, d. h. es gilt eine Grenze von 410,00 EUR.

Oder es wird die Regelung aus den Jahren 2008 und 2009 angewandt, was bedeutet, dass bis zu einem Wert von 150,00 EUR eine Sofortabschreibung möglich ist und zwischen 150,00 EUR und 1.000,00 EUR ein Sammelposten zu bilden ist, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Hat man sich für die Altregelung entschieden, so gilt sie für alle neu angeschafften Wirtschaftsgüter innerhalb dieses Wirtschaftsjahres und umgekehrt.

Ein Wirtschaftsgut ist nicht selbständig nutzbar, wenn es nur zusammen mit anderen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens genutzt werden kann und die in den Nutzungszusammenhang eingefügten Wirtschaftsgüter technisch aufeinander abgestimmt sind.

Gesetzesgrundlage

§ 6 Abs. 2 EStG, § 6 Abs. 2a EStG

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